Mehr Geld, mehr Probleme. Broke dringt in die Psyche von Männern vor, deren wettkampforientierte Natur ihnen auf dem Spielfeld zum Sieg verhelfen, abseits des Spielfeldes sie jedoch in den Ruin treiben kann.

Broke

Laut einem Artikel in einer Sports Illustrated von 2009 sind 60 % aller ehemaligen NBA-Spieler innerhalb der ersten fünf Jahre ihres Ruhestandes pleite. Schon nach zwei Jahren Ruhestand haben 78 % der ehemaligen NFL-Spieler privaten Bankrott angemeldet oder sind in finanziellem Stress. Sie lassen sich in schlechte Investitionen reinziehen, werden von Schnorrern verfolgt, sind mit medizinischen Problemen belastet und neigen natürlich auch zum Herumprahlen, so dass viele Profisportler nach Jahren des rauschenden Lebensstils von den harten ökonomischen Realitäten geschockt werden. Indem sie ausgeschiedenen Stars überraschend verletzliche Bekenntnisse entlockt, Stars wie Keith McCants, Bernie Kosar und Andre Rison sowie Marvin Miller, dem ehemaligen Vorsitzenden der MLB Players Association, dringt diese Dokumentation in die Psyche von Männern vor, deren wettkampforientierte Natur ihnen auf dem Spielfeld zum Sieg verhelfen, abseits des Spielfeldes sie jedoch in den Ruin treiben kann. Regisseur Billy Corben (The U, Cocaine Cowboys, Limelight) zeichnet ein komplexes Bild der vielen Kräfte, die Sportlern ihre Bankkonten leeren, wobei ein Teil der Schuld in der Kultur insgesamt verortet wird, er aber dennoch diese Giganten verantwortlich macht für ihre eigene Selbstüberschätzung. „Broke“ ist eine Geschichte über die dunkle Seite des Erfolgs, eine Allegorie für die finanziellen Leiden, welche die Ökonomien und Individuen in der ganzen Welt heimsuchen.

Erscheinungsdatum:

2012