1988

Wer könnte verzweifelter sein als ein Sklave, der seinen Ketten nachtrauert? Wir lachen bitter im sechsten Kapitel der Abenteuer Fantozzis unter der Regie von Neri Parenti. Der Buchhalter Ugo ist in Rente und weiß nicht, wie er seine Zeit verbringen soll. Schließlich sucht und findet er einen Weg, zur Arbeit zurückzukehren. Die Erniedrigungen und der Spott gipfeln in einem geplanten Überfall.

Fantozzi va in Pensione

„Morgen beginnt ein neues Leben für uns.“ Zum ersten Mal spielt die Geschichte nicht mehr im Büro, sondern konzentriert sich auf das Familienleben und Fantozzis Beziehung mit seiner Frau Pina. Als er gemeinsam mit einigen Kollegen in Rente geht, darunter der Gutachter Filini und Fräulein Silvani, wird das Leben für den glücklosesten Buchhalter Italiens langweilig und uninteressant. Um sich nicht zu langweilen, versucht er alles, doch er wird immer wieder enttäuscht. Er begleitet seine Frau Pina zum Markt und kommt mit einer Rinderhälfte nach Hause zurück. Er geht mit seiner Frau ins Kino, findet sich aber versehentlich in „Die Hausfrauen“, einem pornografischen Film, wieder. Er adoptiert sogar einen furchteinflößenden Kampfhund, den neuen Wachhund des Hauses, der Diebe abschreckt, die ihn ausrauben wollen. Außerdem organisiert sein Freund Filini einen tragikomischen Ausflug zum INPS (Italiens Sozialversicherungsträger), der nach einer 18-stündigen Busreise Richtung Venedig seinen Höhepunkt in einem Besuch der berühmten Höhlen von Postojna findet, wo ein Tropfstein von der Decke fällt und Fantozzi auf den Kopf trifft. Immer deprimierter und voll nostalgischer Gedanken an seine Arbeit versucht er, eine Anstellung zu finden, indem er vorgibt, ein 35-jähriger Mann zu sein. Doch als die Wahrheit herauskommt, wird er von allen gedemütigt. Seine Frau Pina, gespielt von Milena Vukotic, ist eine starke Nebenrolle an Fantozzis Seite, der erst gelangweilt, dann depressiv ist, nur um schließlich die Firma anzuflehen, ihn wieder einzustellen, wobei er herausfindet, dass seine früheren Kollegen dieselbe Entscheidung getroffen haben.

Erscheinungsdatum:

1988