1975

Die Figur des Buchhalters Ugo Fantozzi entstammt der Feder Villaggios, der selbst die Hauptrolle spielt, und erschien 1975 zum ersten Mal auf der großen Leinwand, unter der Regie von Luciano Salce. Er fristet ein tragikomisches, fortwährend vom Pech verfolgtes Dasein, das von einer Wolke Angestellter symbolisiert wird, die ihm in den schlimmsten Momenten folgen, um ihn an sein Unglück zu erinnern.

Fantozzi

Das erste Kapitel der erfolgreichen Saga über den Buchhalter Ugo Fantozzi aus den zwei Büchern „Fantozzi“ und „Das zweite tragische Buch über Fantozzi“. Doch wer ist Fantozzi? Er ist ein durchschnittlicher Italiener der 70er mit seinen Miserien und seiner Engstirnigkeit. Als Angestellter in einer „Mega-Firma“ weist Fantozzi eine pathologische psychologische Machthörigkeit auf, die ihn dazu bringt, abscheuliche Erniedrigungen zu erdulden. Er ist mit Pina verheiratet, einer schludrigen, unbedeutenden Frau, gespielt von Liù Bosisio, und hat eine Tochter, die aussieht wie ein Affe und die er manchmal mit einem solchen verwechselt. Der Buchhalter Filini, gespielt von Gigi Reder, ist einer seiner Kollegen und bekannt dafür, Reisen und Initiativen zu organisieren, die sich stets als totaler Fehlschlag herausstellen. Fräulein Silvani (Anna Mazzamauro) ist eine junge Kollegin, für die Fantozzi schwärmt und die er erfolglos umgarnt. Der Film mit seiner episodischen Erzählstruktur ist eine Abfolge komischer und paradoxer Gags, die fast immer einen üblen Nachgeschmack hinterlassen: Fantozzis hektische Morgenroutine bis zum Arbeitsbeginn, das unvergessliche Fußballspiel zwischen Junggesellen und Ehemännern, das mit Verletzungen endet, Fantozzi und Fräulein Silvani, die in einem japanischen Restaurant zu Abend essen, wobei der Hund der Frau versehentlich als Hauptgang serviert wird, und der vorzeitige Silvester-Countdown des Orchesterdirigenten. Am Ende des Films rebelliert Fantozzi gegen die ungerechte Behandlung der Arbeiter, indem er ein Fenster der Firma mit einem Stein einwirft, nur um sich traurig schwimmend im legendären „Angestellten-Aquarium“ der Firma wiederzufinden.

Erscheinungsdatum:

1975