2000

Dies ist die traurige und bewegende Geschichte des 10-jährigen Krümelchen. Seine verarmte Mutter gab ihn kurz nach seiner Geburt zur Adoption frei. Sein Vater zog in die Vereinigten Staaten, um dort sein Glück zu versuchen. Zusammen mit seinem Hund Moor führt Krümelchen ein aufregendes Straßenleben. Mit Humor, Lebenslust und Beharrlichkeit schafft er es, dass ihm die Welt zu Füßen liegt.

Kruimeltje

Der Film basiert auf dem bekannten, niederländischen Kinderbuch von Chris van Abkoude. An einem niederländischen Hafen lebt im Jahr 1921 ein 10-jähriger Waisenjunge (Ruud Feltkamp), den jeder einfach nur „Krümelchen“ nennt. Seine verarmte Mutter Lize van Dien (Thekla Reuten) war gezwungen den Jungen direkt nach seiner Geburt zu Mrs. Koster (Sacha Bulthuis) zu geben, wofür sie sich sehr schämte. Die Pflegemutter, Mrs. Koster, die sich um ihn kümmert, seit er ein Baby war, ist ebenfalls sehr arm und nicht in der Lage, ihn allein zu ernähren, doch sie ist eine strenge Lehrmeisterin und fordert, dass Krümelchen ihr Geld bringt, bevor er etwas zu Essen bekommt. Irgendwie muss er also seinen Lebensunterhalt auf der Straße verdienen und darf erst nach Hause kommen, wenn er genug Geld zusammen hat. Krümelchen wird zum Straßenjungen, klaut Dinge von Wagen und aus Läden, um zu überleben, schläft in Kirchen oder Durchfahrten. Manchmal muss er vor der Polizei fliehen und er hat sich die Erwachsenen zum Feind gemacht. Ein streunender Hund wird zu seinem ständigen Begleiter. Eines Tages, kurz vor ihrem Tod, gibt Mrs. Koster Krümelchen ein Medaillon, in dem ein Foto seiner Eltern ist. Dieses Medaillon trägt der Junge von da an immer bei sich. Der Gemüsehändler Wilkes (Hugo Haenen) kennt die Straßengangs nur zu gut und beschließt, Krümelchen bei sich aufzunehmen. Zu Krümelchens Überraschung, beginnt Wilkes ihn sehr zu mögen. Wilkes arbeitet an einem Buch über die Abenteuer, die er mit seinem Freund aus Kindertagen erlebte. Als er dem Jungen ein Foto von diesem Freund zeigt, ist Krümelchen geschockt, denn der junge Mann ist derselbe wie der auf dem Foto in seinem Medaillon: Sein Vater. Er erfährt, dass er Harry Volker heißt und vor gut 10 Jahren nach Amerika ging, um dort sein Glück als Goldgräber zu versuchen. Krümelchen ist froh darüber, mit Wilkes leben zu können, doch sein Glück ist nur von kurzer Dauer, denn Wilkes‘ Marktstand brennt nieder. Wieder einmal steht der Junge ohne einen Beschützer da und kommt in ein Waisenhaus, das von einem knausrigen Mann geleitet wird. Das Leben dort ist alles andere als rosig, doch wenigstens hat Krümelchen jetzt die Hoffnung, dass sein Vater eines Tages zurückkehrt und ihn zu sich nimmt. Unterdessen zieht Wilkes los, um Harry Volker und Krümelchens Mutter zu suchen, die in der Zwischenzeit ihren Namen in Vera di Borboni geändert hat und eine berühmte Pianistin geworden war. Hält die Zukunft etwas Besseres für den Jungen parat als ein Leben auf der Straße?

Erscheinungsdatum:

2000