2015

Es wurde die Geschichte einer der größten Umwälzungen in der Sportgeschichte erzählt. Oder doch nicht? An einem Freitagabend in Lake Placid, New York, verblüffte eine tapfere Gruppe amerikanischer College-Spieler die gepriesene sowjetische Nationalmannschaft, die in der Medaillenrunde des olympischen Eishockeywettbewerbs im Winter 1980 mit 4:3 gewann.

Of Miracles and Men

Es wurde die Geschichte einer der größten Umwälzungen in der Sportgeschichte erzählt. Oder doch nicht? An einem Freitagabend in Lake Placid, New York, verblüffte eine tapfere Gruppe amerikanischer College-Spieler die gepriesene sowjetische Nationalmannschaft, die in der Medaillenrunde des olympischen Eishockeywettbewerbs im Winter 1980 mit 4:3 gewann. Die Amerikaner konnten nicht anders, als an jenem Abend an Wunder zu glauben, und als die Mitglieder des Teams USA zwei Tage später die Goldmedaille gewannen, wurden sie zu einem Team für die Ewigkeit. Aber es gab noch eine andere, nicht festgehaltene Seite des "Miracle On Ice". Die so genannten Bösewichte des ideologischen Gegners Amerikas waren in Wirklichkeit gute Männer und hervorragende Spieler, die durch das Genie und die Leidenschaft von Anatoli Tarasow zur "Big Red Machine" geschmiedet wurden. Es gab einen Grund dafür, dass sie unschlagbar schienen, vor allem nachdem sie die Amerikaner in der Woche vor Beginn der Winterspiele deklassiert hatten. Und es war eine gewisse Schande, dass sie den Rest ihres Lebens mit den Ergebnissen vom 22. Februar 1980 leben mussten. In dem 30:30-Film "Of Miracles and Men" untersucht Regisseur Jonathan Hock ("The Best That Never Was" und "Survive and Advance") die Tragweite des "Miracle on Ice" durch die sowjetische Linse. Seine intensive Konzentration auf das Spiel selbst verleiht ihm neue Spannung und eine neue Perspektive. Aber die Reise des verblüfften sowjetischen Teams begann - oder endete - nicht in Lake Placid.

Erscheinungsdatum:

2015