Der Roman "Der Überläufer" handelt von den großen Fragen der Menschheit, wie dem Gewissen, der Pflichttreue, dem Stolz, der Schuld und der Wiedergutmachung. Die Geschichte des Wehrmachtssoldaten, der zu den Sowjets überläuft, erschien dem Verleger 1951 jedoch nur schwer vermittelbar.

Der Überläufer

Der Roman "Der Überläufer" handelt von den großen Fragen der Menschheit: dem Gewissen, der Pflichttreue, dem Stolz, der Schuld und der Wiedergutmachung. Die Geschichte des Wehrmachtsoldaten, der zu den Sowjets überläuft, erschien dem Verleger im Jahre 1951, zu Zeiten des Kalten Krieges, jedoch nur schwer vermittelbar. Das Manuskript wurde zurückgewiesen. Erst im Jahre 2016 nach dem Tod von Lenz hat der Verleger das vergessene Buch wiederentdeckt und es wurde zum Bestseller. Diese Romanverfilmung schildert die Erfahrungen des Wehrmachtsoldaten Walter Proska im letzten Sommer des Krieges und seinen letzten Versuch, ein neues Deutschland in der sowjetisch besetzten Zone zu errichten. All das wird beeinflusst durch die unmögliche und berührende Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen. Wie es bei Lenz, der in Hamburg gelebt hat, oft der Fall war, handelt die Geschichte von Charakteren, die mit ihrer Vergangenheit nicht im Reinen sind und Wiedergutmachung und Verständnis suchen. Für Lenz war es von großer Bedeutung über einen Frieden zu schreiben, bei dem auch Unfrieden seinen Platz hat: "Unversöhnt geben wir der Vergangenheit, was wir ihr schulden, und der Gegenwart, was sie akzeptabel macht", hat er einst gesagt. "Der Überläufer" wurde vom Oscar-Gewinner Florian Gallenberger auf die große Leinwand gebracht, mit Unterstützung von Produzent Stefan Raiser und mithilfe von NDR, ARD, Degeto und dem Südwestrundfunk. Die Produktion ist berührend, visuell überwältigend und aufregend.

Erscheinungsdatum:

2020