Was bedeutet es, authentisch zu leben? Und was bedeutet es, wenn man eine verheiratete mormonische Mutter in den Dreißigern ist, die gerade entdeckt hat, dass sie lesbisch und in ihre Freundin, ebenfalls eine mormonische Mutter, verliebt ist? „Mormon No More“ folgt dem inspirierenden Lebensweg von Sal und Lena, die die Kirche verlassen, ihre Ehen aufgeben und sich outen.

Mormon No More

Was bedeutet es, authentisch zu leben? Und was bedeutet es, wenn man eine verheiratete mormonische Mutter in den Dreißigern ist, die gerade entdeckt hat, dass sie lesbisch und in ihre Freundin, ebenfalls eine mormonische Mutter, verliebt ist? „Mormon No More“ folgt dem inspirierenden Lebensweg von Sal und Lena, die die Kirche verlassen, ihre Ehen aufgeben und sich outen, und all das, während sie sieben Kinder großziehen. Von dem Moment an, als sich Sallys und Lenas Blicke über eine überfüllte mormonische Gemeindegruppe hinweg trafen, regte sich etwas in ihnen. Sie spürten zum allerersten Mal die Schmetterlinge im Bauch, die sie bislang nur aus Filmen kannten, Texte von Liebesliedern ergaben plötzlich Sinn, sie erlebten einen Energierausch, den sie sich nicht erklären konnten – es war ein Erwachen. Ihren Gefühlen nachzugeben, bedeutete jedoch, dass sie gegen alles verstießen, was ihnen jemals in der Kirche beigebracht worden war, und dass sie in den Augen dieser Kirche eine sittenwidrige Sünde begingen. Nachdem sie aber endlich entdeckt hatten, wie ihre ganz persönliche Wahrheit aussah, war eine Umkehr nicht mehr möglich. Von diesem Tag an beschreiten sie einen gefährlichen Weg und riskieren die Entfremdung von ihren Familien, die Verachtung seitens ihrer Gemeinschaft und die spirituelle Isolation. Trotz ihrer Schwierigkeiten sind sie glücklicher denn je. Diese vierteilige Serie hält das herzzerreißende, emotional erschöpfende und doch sehr rührende Unterfangen der beiden Frauen fest, ihr Leben neu aufzubauen und gleichzeitig die Beziehungen zu ihren Ex-Männern, ihren Eltern, ihren Freunden und ihren Geschwistern in den Griff zu bekommen. Und Lena und Sal sind keineswegs alleine. Ihre Geschichte überschneidet sich mit der anderer mormonischer und ehemaliger mormonischer Mitglieder der LGBTQ+-Gemeinschaft, die damit zu kämpfen haben, ihre Identität mit dem kirchlichen Verbot gleichgeschlechtlicher Beziehungen in Einklang zu bringen. In ihren ergreifenden Erfahrungsberichten sprechen sie von Scham und Ablehnung, aber ihre Taten zeigen, dass es jenseits der Angst und Unsicherheit Hoffnung und Glück gibt. „Mormon No More“ ist ein romantischer, intimer und aufschlussreicher Einblick in eine Gemeinschaft, die uns etwas darüber lehrt, was Akzeptanz, Empathie und die Kraft, die eigene Wahrheit zu leben, bedeuten können.

Erscheinungsdatum:

2022