Anton ist gelähmt von endlosem Grübeln – selbst die kleinsten Entscheidungen überfordern ihn, bis ein Tag im Park alles verändert. Auf der Suche nach einem Schachpartner trifft er auf eine wütende Gärtnerin, die den Besitzer eines verlorenen gelben Stiefels jagt. Ihre unerwartete Begegnung deutet behutsam an, dass menschliche Verbindung uns aus den Fallen unserer eigenen Gedanken befreien kann.
Analysis Paralysis
Anton ist ein Mensch, der einfach zu viel nachdenkt. Selbst bei den kleinsten Entscheidungen geraten seine Gedanken in endlose Schleifen aus Möglichkeiten, Zweifeln und eingebildeten Konsequenzen – bis er schließlich gar nicht mehr handeln kann. Alltägliche Aufgaben verwandeln sich in überwältigende Rätsel, und seine Einsamkeit wächst, je mehr er sich in seine Gedanken zurückzieht. Der einzige Gefährte, der seine Unentschlossenheit erträgt, ist sein Dackel – doch auch er ersetzt keinen echten menschlichen Kontakt. Eines Nachmittags im Park sucht Anton jemanden, der mit ihm Schach spielt – am besten jemanden, der besser ist als sein Hund. Gleichzeitig ist eine Gärtnerin außer sich: Ihr Blumenbeet wurde zerstört, und sie ist fest entschlossen, den Schuldigen zu finden, den sie nur anhand einer Spur – einem fehlenden gelben Stiefel – identifiziert. Ihre scheinbar voneinander unabhängigen Suchen, die eine geboren aus stiller Sehnsucht, die andere aus frustrierter Entschlossenheit, kreuzen sich nach und nach. Ganz ohne Dialog, in einem farbenfrohen und verspielten Animationsstil erzählt, fängt Analysis Paralysis die Absurdität und Zärtlichkeit des modernen Überdenkens ein. Mit Humor, Metaphern und Zufällen zeigt der Film, dass Verbindung möglich ist, selbst wenn wir in unseren Gedanken gefangen sind. Manchmal braucht es nur einen Unfall, oder einen verlorenen Stiefel, um uns zu befreien.